Der Kampf um die Vorhaut
Ein Film von Florian Gebauer & Kurt Langbein
TV Dokumentation

Moslems und Juden tun es seit mehr als tausend Jahren. Ein Drittel der männlichen Weltbevölkerung und zwei Drittel der US-Amerikaner sind an der Vorhaut des Penis beschnitten. Ein Hautstück religiösen und hygienischen Alltags, aufgeregt hat das bis jetzt niemanden. Bis jetzt.

Seit in Deutschland ein Gericht die Beschneidung bei einem kleinem muslimischen Buben als Körperverletzung gewertet hat, gehen auch in Österreich die Wogen hoch. Gegner und Befürworter der Beschneidung liefern sich eine emotionale Diskussion: „Jüdisches Leben würde so nicht mehr möglich sein, sollte die Beschneidung verboten werden“, sagt Rabbiner Schlomo Hofmeister und auch die Muslime in Österreich fühlen sich in ihrer Religionsfreiheit bedroht.

Im Film „Kampf um die Vorhaut“ erzählen die Filmemacher Florian Gebauer und Kurt Langbein Geschichten von Beschneidern, Beschnittenen, von Gegnern, Eltern und Gelehrten. Der Film zeigt, wie wichtig die Beschneidung für Juden und Muslime ist und setzt sich mit den damit verbundenen Fragen des Eltern- und Kinderrechts, Gesundheit und Religionsfreiheit auseinander.

Regie: Florian Gebauer, Kurt Langbein | Kamera: Gregor Centner, Florian Gebauer |
Ton: Michael Hensel, Jürgen Kohlhauser | Schnitt: Monica Parii, Florian Gebauer | Sprecherin: Barbara Willensdorfer | Produktion ORF: Gabriele Wistawel | Redaktion: Christoph Guggenberger, Helmut Tatzreiter | Leitung: Gerhard Klein | Produzent: Kurt Langbein

TV Dokumentation | Österreich | 2012 | Sendereihe: Kreuz & Quer
35 Minuten | HD
Eine Produktion von Langbein & Partner im Auftrag des ORF